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Hauptversammlung für Pflegepersonengeld

Auf der Hauptversammlung der dbb bundesseniorenvertretung haben die Delegierten am 26. Ap-ril 2022 in Berlin die Weichen für die künftige seniorenpolitische Agenda des dbb gestellt.

Mit mehr als 60 Anträge werden sich die dbb Senioren an den Gewerkschaftstag des dbb wenden, der im November 2022 stattfindet. „Die konstruktive und detaillierte Diskussion dokumentiert das große Interesse der älteren Generation, sich aktiv und kritisch in die Politik einzumischen und die Gesellschaft zu gestalten“, freute sich der Vorsitzende der dbb senioren Horst Günther Klitzing. In diesem Zusammenhang streben die dbb Senioren auch einen beratenden Sitz in der Bundesleitung des dbb an.

Neben originären Forderungen wie denen nach einer flexiblen Gestaltung des Eintritts in den Ruhestand, nach monetären Verbesserungen in der Rente und nach dem Erhalt des Niveaus in der Versorgung der Beamtinnen und Beamten versteht sich die dbb bundesseniorenvertretung auch als gesellschaftspolitische Kraft. „Dass wir für ein Pflegepersonengeld als Pendant zum Elterngeld und die Verbesserung der Anerkennung von Pflegezeiten pflegender Angehöriger in Rente und Pension eintreten, spiegelt diese Selbstverständnis wider“, so Klitzing. „Eine wichtige Säule unseres Pflegesystems sind die pflegenden Angehörigen, deren Leistung für Familie und Gesellschaft ebenso hoch bewertet werden muss wie die Kindererziehung. Und dennoch macht Pflege arm. Finanzielle, personelle und organisatorische Verbesserungen in der Pflege sind daher unabdingbar“, unterstrich Klitzing weiter. Dafür seien keine zinslosen Darlehen für pflegende Angehörige sinnvoll, sondern ein steuerfinanziertes Pflegepersonengeld. „Die Entscheidung für Kinder treffen wir selbst. Auf die Pflegebedürftigkeit von Angehörigen haben wir dagegen keinen Einfluss.“

Der Bundesvorsitzende des dbb Ulrich Silberbach betonte in seinem Grußwort die Wertschätzung des dbb für die Arbeit der Seniorinnen und Senioren und hob hervor, dass seniorenpolitische Belange im dbb immer mitgedacht werden. Das zeige sich unter anderem in zahlreichen gemeinsam auf den Weg gebrachten politischen Vorstößen. Zuletzt hatten dbb und dbb Senioren die Bundesregierung aufgefordert, Ruheständler ins Energieentlastungspaket aufzunehmen.

 

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