AktionstagPflegende Angehörige leisten unverzichtbare Arbeit

Dank allein reicht nicht. Wer pflegt, verdient Respekt, konkrete politische Unterstützung – und finanzielle Anerkennung, fordert die dbb bundesseniorenvertretung.

Aus Anlass des Tages der pflegenden Angehörigen am 8. September 2026 würdigt die dbb bundesseniorenvertretung den Einsatz jener Menschen, die Angehörige zu Hause pflegen. Sie sichern einen großen Teil der Versorgung Pflegebedürftiger – meist unentgeltlich, oft über Jahre hinweg und zusätzlich zu Beruf und häuslicher Arbeit.

„Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule unseres Pflegesystems. Ihre besondere gesellschaftliche Leistung verdient mehr Wertschätzung, Entlastung und finanzielle Anerkennung“, erklärt der Chef der dbb Senioren, Horst Günther Klitzing. 

„Pflegende An- und Zugehörige haben in Deutschland keine Lobby. Deshalb kämpfen wir als dbb bundesseniorenvertretung immer noch für die zugesagte Einführung einer steuerfinanzierten Entgeltersatzleistung – bisher aufgrund klammer Kassen leider vergeblich“, so Klitzing.

Mit dem Pflegeneuordnungsgesetz könnte es nun noch schlimmer kommen: Es ist vorgesehen, auf dem Rücken der pflegenden Angehörigen zu sparen. „Die Rentenversicherungsbeiträge für Pflegende sollen um 30 Prozent gekürzt und die Verhinderungspflege künftig nur noch durch Fachkräfte erbracht werden können. Das wäre ein Riesenfehler, der die häusliche Versorgung nachhaltig schwächen und Altersarmut begünstigen würde. Ich setze meine Hoffnung auf den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann, der Ende August angekündigt hat, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zu korrigieren“, so der Seniorenchef. 

Hintergrund: Der Tag der pflegenden Angehörigen wird in Deutschland jährlich am 8. September begangen. Er macht auf die zu oft wenig sichtbare Leistung von Menschen aufmerksam, die pflegebedürftige Angehörige zu Hause unterstützen oder die Hauptversorgung übernehmen. Rund 80 % der Pflegebedürftigen werden in Deutschland zu Hause versorgt, häufig mit Unterstützung ambulanter Pflegedienste, teilweise aber auch allein durch Angehörige.

 

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