• Bundesjugendleitung, Daria Abramov, dbb BJL
    Daria Abramov

Internationaler Kindertag

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht gehört zu werden“

Neben der Stärkung der Kinderrechte fordert die dbb jugend am Internationalen Kindertag eine bessere Beteiligung von Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen.

„Das Vorhaben der Koalition, Kinderrecht ins Grundgesetz aufzunehmen, ist ohne Frage begrüßenswert. Vor allem freut uns die Absichtsbekundung, dass Jugendliche ab 16 Jahren bald auch ihre Stimme bei Bundestags- und Europaparlamentswahlen abgeben können. Jetzt gilt es, Nägel mit Köpfen zu machen“, betonte Daria Abramov, stellvertretende Vorsitzende der dbb jugend am 1. Juni 2022, dem Internationalen Kindertag, in Berlin.

Damit sie ihre Rechte auf Mitbestimmung und Partizipation auch umfassend wahrnehmen könnten, müsste Kindern und Jugendlichen schon früh ein tiefgreifendes Verständnis von Demokratie vermittelt werden. „Politische Bildung braucht einen festen Platz in der frühkindlichen Bildung und im Schulunterricht. Gleichzeitig sollten für Schülerinnen und Schüler auch Möglichkeiten des politischen Mitwirkens außerhalb des Bildungssystems gefördert werden, wie zum Beispiel durch Kinderbeiräte, Schülerparlamente, Jugendforen und deren Beteiligung an lokalen Projekten. Partizipation und selbstbestimmtes Aufwachsen sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebene Rechte von Kindern und diese müssen von der Politik endlich ernst genommen werden“, stellte Abramov heraus.

Dass dies bisher nur unzureichend geschehe, habe sich während der Pandemie deutlich gezeigt. „An die Bedürfnisse und Nöte der Kinder wurde kaum gedacht. Viele hatten – und haben – mit psychischer Belastung zu kämpfen. Das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Hier muss jetzt alle Kraft in die Aufarbeitung der Versäumnisse gelegt und schnelle Hilfe mobilisiert werden.“

Dasselbe gelte mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels: „Jede und jeder von uns ist Teil des Klimawandels. Damit haben wir alle eine Mitverantwortung, Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft zu sichern.“

 

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