dbb frauen

Altersarmut ist weiblich

bekämpfen. Darauf verwiesen die dbb frauen am Internationalen Tag der älteren Menschen.

„Mit 46 Prozent ist in keinem anderen OECD-Industrieland die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen größer als in Deutschland. Damit ist auch das Risiko der Altersarmut für deutsche Frauen sehr hoch“, stellte Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb frauen, am 1. Oktober 2022 heraus.

Die noch immer sehr deutlichen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen und ein hoher Anteil an langfristiger Teilzeitbeschäftigung unter den berufstätigen Frauen sorgen für das niedrige Renten- und Pensionsniveau von Ruheständlerinnen. „Wir müssen diese grundlegenden Ursachen anpacken, indem wir den nachhaltigen Wandel der Arbeitswelt im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit voranbringen. Die Förderung der partnerschaftlichen Aufteilung von Sorgearbeit über flexible Arbeits- und Führungsmodelle ist ein zentraler Hebel, um sowohl die Einkommens- als auch die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen“, erklärte Kreutz.

Ein gewinnbringender Nebeneffekt seien neue, vielfältige Rollenbilder, die dazu beitrügen, familiäre wie berufliche Sorgetätigkeiten klischeefrei zu bewerten. „Viele Menschen haben von klein auf erlebt, dass es vor allem die Mütter waren, die sich um pflegebedürftige Großeltern gekümmert haben. Diese traditionellen familiären Rollenvorbilder wirken stark nach. Somit potenziert sich das weibliche Dilemma: Frauen werden im Alter von Frauen gepflegt, entweder als unterbezahlte Altenpflegerinnen im Beruf oder als pflegende Angehörige im familiären Bereich. Wenn wir hier nicht endlich aktiv gegensteuern, werden wir den Teufelskreis von Geschlechterstereotypen, Gender Pay Gap und Gender Pension Gap nie durchbrechen“, warnte die dbb frauen Chefin.

 

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