Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder Ambitionierte, doch gerechtfertigte Forderungen
Die dbb Senioren zeigen sich solidarisch mit den Beschäftigten des öffentlichen Diensts.
„Es ist schade, dass in den Einkommensverhandlungen der Länder über zwei Verhandlungsrunden hinweg nicht einmal ein tragfähiger Vorschlag unterbreitet worden ist. Das ist kein gutes Signal an die Beschäftigten, Wertschätzung sieht anders aus!“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung Max Schindlbeck am Rande der Verhandlungen am 11. Februar 2026 in Potsdam. Dort haben die dbb Senioren die Forderungen der Gewerkschaft auf der Demo zur dritten Verhandlungsrunde unterstützt. „Ja, eine Forderung von sieben Prozent im Volumen beziehungsweise mindestens 300 Euro mehr Einkommen ist ambitioniert. Angesichts der deutlichen Preisanstiege der vergangenen Jahre und der Notwendigkeit, Arbeitsplätze wegen des Fachkräftemangels attraktiv zu gestalten, ist sie jedoch mehr als gerechtfertigt“, unterstrich Schindlbeck.
Die Kernforderungen:
- Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
- Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozentpunkte
- Laufzeit 12 Monate
Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 vereinbart.



