Rheinland-PfalzGewerkschaftspolitisches Spitzengespräch im Innenministerium
Der öffentliche Landesdienst muss sich auch in Rheinland-Pfalz anstrengen, um in verschärfter Branchenkonkurrenz qualifiziertes Personal gewinnen und halten zu können. Das ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf mit vielen Hindernissen. Darin war sich die dbb Landesleitung um die Landesvorsitzende Lilli Lenz im Austausch mit Innenminister Michael Ebling am 16. Oktober 2024 einig.
Rheinland-Pfalz
Gewerkschaftspolitisches Spitzengespräch im Innenministerium
Der öffentliche Landesdienst muss sich auch in Rheinland-Pfalz anstrengen, um in verschärfter Branchenkonkurrenz qualifiziertes Personal gewinnen und halten zu können. Das ist kein Sprint, sondern ein Dauerlauf mit vielen Hindernissen. Darin war sich die dbb Landesleitung um die Landesvorsitzende Lilli Lenz im Austausch mit Innenminister Michael Ebling am 16. Oktober 2024 einig.
Mit Blick auf den aktuellen Doppelhaushaltsentwurf wurde unter anderem über die Einführung einer Arbeitsgeberdachmarke des Landes und die Überarbeitung des Karriereportals des Landes gesprochen, die die Landesregierung beabsichtigen. Die dbb Delegation begrüßte die Pläne des Innenressorts, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass in Zeiten zunehmenden Nachwuchs- und Fachkräftemangels unbedingt neben den „weichen“ Faktoren wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Bewerberinnen und Bewerbern besonders auch die Bezahlungsbedingungen in den Blick genommen werden müssen. Gefordert wurde deshalb eine Anhebung der Eingangsamtsbesoldung und der Anwärterbezüge sowie eine Verbesserung der Reisekosten in der Ausbildung.
Dass der Ministerrat gerade das vom Innenressort ausgearbeitete Konzept eines Langzeit-Arbeitszeitkontos verabschiedet hat, begrüßte die dbb Landesleitung ebenfalls grundsätzlich. Trotzdem besteht die dbb-Forderung nach einem wirklichen Lebensarbeitszeitkonto weiter. Zwar sehe das ministerielle Konzept eine begrüßenswerte „Startgutschrift“ von bis zu 200 Stunden für Überstunden aus der Corona- und Energiekrisenzeit vor, aber „Zukunftsbuchungen“ auf das Dienstzeitende sollen ausgeschlossen sein. Aus Gewerkschaftssicht wären hier weniger Restriktionen und mehr Flexibilität besser.
Außerdem schlug die dbb Landesleitung im Auftrag des Gewerkschaftstages vor, zukünftig Budgets für Grundlagen- sowie Fortbildungsqualifizierung zu erhöhen und gesondert auszuweisen, damit insgesamt mehr Fortbildung stattfinden könne. Geworben wurde außerdem erneut für die Wiedereinführung der Ruhegehaltsfähigkeit von Zulagen im Vollzugsdienst, für die Einführung einer Angriffsentschädigung für betroffene Beschäftigte im öffentlichen Dienst sowie für ehrenamtlich Tätige. Außerdem appellierte die dbb Landesleitung an das Innenressort, sich statusübergreifend für Verbesserungen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Landesverwaltung einzusetzen.


