Internationaler FrauentagStrukturelle Benachteiligungen ausgleichen
Zum Internationalen Frauentag fordert die dbb bundesseniorenvertretung weitere Verbesserungen bei der Alterssicherung von Frauen.
„Über Generationen hinweg haben Frauen Verantwortung übernommen – in ihren Familien, im Erwerbsleben und im Ehrenamt“, sagte der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung Horst Günther Klitzing aus Anlass des diesjährigen Internationalen Frauentags am 8. März. „Als Mütter leisten sie einen unschätzbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft unseres Landes. Als pflegende Angehörige übernehmen sie vielfach die Betreuung und Versorgung von Familienmitgliedern – häufig zusätzlich zu einer eigenen Erwerbstätigkeit. Diese Sorgearbeit ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar, wird jedoch noch immer nicht ausreichend anerkannt und abgesichert“, so Klitzing weiter.
Auch im Berufsleben stehen Frauen aus Sicht des Seniorenchefs für Kompetenz, Verlässlichkeit und Innovationskraft. Gerade im öffentlichen Dienst sichern sie täglich die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens – in Verwaltung, Bildung, Pflege, Sicherheit und vielen weiteren Bereichen. „Dennoch bestehen weiterhin strukturelle Benachteiligungen, etwa bei Karrierechancen oder Alterssicherung. Wir als dbb bundesseniorenvertretung begrüßen deshalb ausdrücklich, dass sich Kindererziehungszeiten, in Form der sogenannten Mütterrente III für vor 1992 geborene Kinder ab 2028 – mit rückwirkender Auszahlung ab 2027, rentenerhöhend auswirken sollen. Wir als dbb fordern, diese Verbesserungen auch in der Beamtenversorgung zeitgleich und systemkonform nachzuvollziehen“, unterstrich Klitzing.
Hintergrund: Jährlich wird der Internationale Frauentag am 8. März begangen. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Unter anderen hatte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin (1857–1933) auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vorgeschlagen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. Im Jahr 1975 erklärten die Vereinten Nationen (UN) den 8. März im Rahmen des Internationalen Jahres der Frau zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.



